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Mittwoch, 13. August 2014

Manuela S. möchte Kinder verstehen lernen

Kindeswohl heißt ein Zauberwort in deutschen Gerichten. Hier in Frankreich nennt es sich „Interesse des Kindes“, meint aber das gleiche und hat genau so magische Bedeutung. Früher hieß es mal Abrakadabra oder Hokuspokus und man konnte mit diesen Worten vor dem staunenden Publikum ein Kaninchen aus dem Zylinder ziehen oder ein paar Tauben, die dann davon flogen. Die Magier hatten damals noch einen Frack an, dass passte besser zum Zylinder. Heute tragen die Magier schwarze Roben oder weiße Kittel und gehören zur gleichen Gruppe der Zirkuskünstler, wobei diese aber eher in den Bereich der Wahrsager, Karten- und Handleser gehören.

Ja, diese Menschen gibt es heute, die mit einigen Taschenspielertricks herausfinden wollen, zu welchem Elternteil ein Kind die bessere Beziehung hat. Hierzu werden dann so tolle Spiele gespielt wie, der Schlosszeichentest, und das Kind muss jedem Familienmitglied ein Zimmer zuweisen, wo es in dem Schloss leben soll. Der Elternteil, der das Zimmer am nächsten beim Kind hat, hat die engere Beziehung zum Kind, ist doch logisch, oder? Zumindest wenn es die Mutter ist, sonst kann man ja noch mal nachfragen und erfährt, das die Mutter das Zimmer hinten hat, weil sie doch so gerne im Garten ist und der Papa das hier bei mir, weil er dann immer die Treppe runterrutschen kann… Ja, Hokuspokus würde es besser treffen wie Kindeswohl!

Solche Hokuspokus-Gutachten können dann im zweiten Schritt darüber entscheiden ob ein Elternteil den Kontakt zu einem Kind verliert, sie entscheiden in der Konsequenz ebenfalls über das alleinige Sorgerecht, das oft mit der Trennung oder in einem Prozess danach, von dem Elternteil erstritten wird, der das Aufenthaltsbestimmungsrecht quasi inne hat. Sie entscheiden also oftmals darüber, welcher der beiden Elternteile nachher Alleinerziehend ist und wer dann rausgedrängt wird. Sie entscheiden, wen das zur Halbweise prozessierte Kind dann als „Bezugsperson“ behält. Wobei der Bezug auf die Trauerarbeit, die das Kind nach dem Elternverlust mitmacht, eher nicht gegeben ist. Damit muss das Kind in jedem Fall allein klarkommen, denn für den verbleibenden Elternteil ist der rausgedrängte schließlich eine Unperson. Das nennt sich dann Kindswohl! Ich mag den französischen Begriff lieber, im Interesse des Kindes zu entscheiden, anstatt zu seinem Wohle, auch wenn beides in letzter Konsequenz das gleiche ist.

Nun fragt „derWesten“, wenn Gerichte nun zum Wohle des Kindes entscheiden,


Das bedeutet also, da haben einige keinen blassen Schimmer von dem was sie tun, getan haben und tun werden! Das wird sogar noch zugegeben, wenn eine Sprecherin von Schwesig frei zugibt:

„Es gibt noch keine umfangreichen kinderpsychologischen Untersuchungen, die die Auswirkungen [von Sorgerechtsentscheidungen] auf das Kindeswohl analysieren“

Diese Aussage ist Politikerdeutsch die ich gerne übersetzen möchte:

Wir haben keine Ahnung was das Kindeswohl überhaupt ist, wie es den Kindern mit unseren Urteilen geht. Wir haben uns aber durch die Kinderrechtskonvention dazu verpflichtet dieses Kindswohl immer zu prüfen, hört sich ja auch total toll an ein Urteil zum Wohle des Kindes zu fällen. Wir lehnen jedoch ein gemeinsames Sorgerecht, ein paritätisches Wechselmodell und das Nestmodell ab, denn das entspricht weder unserem geistigen Horizont, noch glauben wir damit beim Wähler punkten zu können. Ansonsten schreien wir natürlich immer Hokuspokus, Abrakadabra oder Kindswohl wenn wir keine Ahnung haben. Nun besorgen wir uns jedoch von einer uns genehmen Lobbygruppe irgendwelche Schwachmaten mit Diplom, die bereit sind uns das erzählen was wir gerne hören möchten. Sollten sie doch was anderes erzählen, was nicht passieren wird, dann holen wir uns neue käufliche Diplomirgendwas. Danke dass sie nachgefragt haben!

Die CDU ist da auch nicht besser, formuliert das aber klarer:

„Wir müssen endlich mehr über das Kindeswohl aus der Perspektive der Kinder wissen“, sagt Marcus Weinberg, familienpolitischer Sprecher der Union. „Die Ansicht, was das Kindeswohl ist und was es tatsächlich positiv beeinflusst, wird zurzeit aber weniger von seriösen Studien als von Mutmaßungen getragen.“

Das ist wenigstens mal klar ausgedrückt. Das Kindswohl aus der Perspektive der Kinder muss jetzt ergründet werden. Die Perspektive des VAMV, der meisten Richterinnen und Mütter kennen wir jetzt ja! Evtl. sollten wir das Politikerwohl ja auch mal aus Richtung der Politiker betrachten, genau so wie das der Bürger aus Sicht der Bürger. Evtl. würde dies ja einiges an Politkverdrossenheit abschaffen. Auch schön das Wort Mutmaßungen, ähnlich wie die Wahrsagerin, die mutmaßt auch nur über meine Zukunft. Dabei ist das Kindswohl, zumindest bei normalen Sorgerechtsstreitigkeiten in Familienprozessen doch klar. Wir wissen was die Kinder eigentlich wollen! Das kann man auch ganz einfach ausdrücken! Kinder wollen nicht dass sich die Eltern trennen, das ist für sie eine neue Situation und sie haben Angst einen der beiden zu verlieren! Kinder wollen nicht dass die Eltern sich streiten, das verstört und ängstigt sie! Thats it, das ist Kindeswohl, oder auch ihr Interesse! Dazu braucht es keine Studien, keine Gutachten und sonstigen Hokuspokus!

Ok, in letzter Konsequenz sind beide Punkte, also nicht streiten und zusammenbleiben, etwas kontraproduktiv und nicht ganz mit dem Grundgesetz in Einklang zu bringen. Doch darauf kann man Aufbauen was das Kindswohl bei einer Trennung der Eltern eigentlich ist:

  1. Den Kontakt zu beiden Eltern behalten und leben können
  2. Den Streit der Eltern auf der Paarebene belassen und auf Elternebene eine Schlichtung herbeiführen

Nicht im Interesse des Kindes ist alles was diesem zuwider läuft, das hatten auch in Cochem mal einige erkannt. Dazu gehören Anwälte die einen Elternteil herabwürdigen oder „falsche“ Beschuldigungen des Mandanten einfach durchreichen, was in Cochem mal so was von verpönt war. Dazu gehören harte Urteile, bei denen einer der Eltern Gewinner und der andere Verlierer ist, weshalb Cochem keine Urteile mehr gefällt hat. Dazu gehören Richter, die maximal eine Stunde Zeit haben um ein Urteil zu fällen, weshalb Richter in Cochem außer den Tannen im eigenen Garten nichts mehr gefällt haben! Dazu gehören Gutachter, die in diesen Fällen eigentlich nur als maximale Ausnahme in Erscheinung treten sollen und nicht als Fliessbandabfertigung mit Textbausteinen. Kindswohlgefährdend sind ebenfalls alle Gutachter die nicht zwischen Eltern vermitteln, die Partei ergreifen und die durch Malen nach Zahlen den Kindern irgendwelche Entscheidungen aborakeln wollen, zu denen sie selber anscheinend zu blöd sind oder zu Feige dem Richter zu sagen was die Kinder wirklich wollen, weil die ja lieber mal was anderes hören wollen.

Gesetzliche Voraussetzungen für ein Kindswohl wären gemeinsames Sorgerecht, so dass beide Eltern auf Augenhöhe diskutieren können, z. B. wenn es sich um schulische Belange handelt. Um das Kindswohl bestmöglich umzusetzen, sollte ein Richter die Möglichkeit eines Wechselmodells als erstes in Betracht ziehen. Erst wenn hier gravierende Gründe widersprechen, sollte ein anderes Modell in Betracht gezogen werden. Gravierenden Gründe sind übrigens nicht, es besteht ein Konflikt über das Wechselmodell, weil der, der sich das den Gewinn des Verfahrens verspricht, nicht will, weshalb es nicht umgesetzt werden kann. So ist es in Frankreich oft der Fall, die Mutter möchte nicht, huch Konflikt und bei Konflikt ist Wechselmodell ja so was von, äh, ja was eigentlich? Anscheinend sind Richter zu blöde zu kapieren dass z. B. in meinem Fall das Kind viel öfter wechselt, nämlich jedes zweite Wochenende und jeden zweiten Mitwoch, wodurch es wesentlich länger Elternkonflikten ausgesetzt ist. Aber bei einem paritätischen Wechselmodell ist das ja ganz schlimm, wenn auch nur halb so schlimm wie Hirn- und Rückradlose Richterinnen an Familiengerichten!

Ebenso sollten die Betreuungskosten unter beiden Eltern nach Maßgabe des Einkommens, aufgeteilt werden. All das wäre zum Wohle des Kindes oder auch in seinem Interesse, denn nur so kann ein partnerschaftlicher Umgang der Eltern gewährt werden. Nur in ganz wenigen Ausnahmefällen wäre dann noch ein Gutachter nötig, nämlich nur dann, wenn ein Elternteil oder Beide anscheinend gegen das Wohl des Kindes verstoßen.

Gutachter werden aber auch eingesetzt um zu ergründen was das Kind gerne möchte. Dies ist auch in der Kinderrechtskonvention so vorgegeben, dem Kind in allen Belangen die es betrifft Gehör zu verschaffen. Wenn beide Eltern sich über den Umgang mit dem Kind einigen, dann gibt es keine Gerichtsverhandlung, zu der das Kind hinzugezogen werden muss. Ältere Kinder können bei Bedarf an den Elternmediationen teilnehmen und ihre Wünsche bekunden. Dann hätten Jugendämter auch wieder mehr Zeit sich um die wirklichen Belange zu kümmern, dem Wohlergehen von Kindern, bei denen die Eltern dieses nicht oder nicht vollständig selbst erledigen können. Denn dass eine Behörde wie das Jugendamt sich bei einer Trennung/Scheidung einmischt, ist, zumindest nach meinem Kenntnisstand, in Europa einmalig.

Doch was möchte man von einer Republik erwarten in der ein „Cochemer Modell“ eingeführt und dann durch die nachfolgenden Richterinnen und Jugendamtsmitarbeiterinnen sang und klanglos wieder fallen gelassen wurde… Übrigens das gleiche Land, das Väter in die Ecke Gewalttäter schiebt und Mütter fast heilig gesprochen werden.

Dienstag, 12. August 2014

Blogparade bei der SPD

Kaum stellt man nach dem Urlaub den Rechner ein, sieht man das die Welt sich weiter gedreht hat. Der Claus meint ebenfalls seine Karriere mit einem Wischiwaschigutachten beflügeln können. Antifeministische Frauen wiederholen das, was Mänerrechtler seit Jahren sagen und erhalten im Gegensatz zu uns sofort Gehör. Sicher, man kann nicht davon ausgehen, dass die Welt wegen eines Urlaubs stehen bleibt, natürlich dreht sie sich weiter. Doch leider hat sie sich in vielen Punkten leider nicht vorwärts bewegt. Also ist es an uns hier etwas zu bewegen. 

Deshalb hat Lucas Schoppe eine Idee von Bombe20 und LoMi aufgegriffen und den Bundestagsmitgliedern der SPD in Niedersachsen einen Brief geschrieben. Leider sind Bundestagsabgeordnete meist so sehr damit beschäftigt Sitzungen zu schwänzen und Lobbyvereinen in den Arsch zu kriechen, dass sie für die Anliegen der Wähler meist keine Zeit haben. Aus diesem Grund werden Bürgeranfragen von persönlichen Assistenten  oder Mitarbeitern im Wahlkreisbüro beantwortet und dem Politiker oft nicht mal vorgelegt. Erst wenn der Bürgerdruck so groß ist, das eine Schallmauer von Briefen und Anfragen zu einem Thema durchbrochen ist. Ansonsten erfährt man halt was ein junger dynamischer und Parteizeitung lesender Jungpolitiker zu einem Thema meint.

Da ich keinem Wahlkreis  angehöre und das Einheitsgelaber der persönlichen Assis auf die Nerven geht, schreibe ich dann mal an den Parteivorstand. Da kann ich wenigstens sicher sein dass mir eine Sekretärin ihre Parteieinheitsmeinung mitteilt. Aber evtl. schaffen wir es ja mal diese Schallmauer zu durchbrechen. Deshalb hier mein Brief an die SPD:


mit freundlichen Grüßen

Kai Vogelpohl

Samstag, 5. Juli 2014

Alice Schwarzer, unermüdliche Kämpferin für Meinungsfreiheit, das Recht auf Steuerhinterziehung und Volksverblödung



In der Omma oder Erna oder wie auch immer dieses feministische Sprachorgan heißt, kann man eine Pressemitteilung lesen! Also die Presse, zu der Erna sich ja auch zählt, teilt etwas der Presse mit.

Was man hier unter dem Tittel
EMMA wehrt sich - für die Freiheit des (Un)Wortes
lesen kann, lässt einen jedoch zweifeln ob Alice Schwarzer und ihre Erna-Redaktion überhaupt das Leseverständnis aufbringen können, an dem die dt. Schüler bei der Pisastudie angeblich so kläglich gescheitert sind! Doch worum geht es überhaupt?

EMMA-Verlegerin Alice Schwarzer nimmt die Entscheidung des Oberlandesgerichtes Köln vom 27. Mai 2014 in Sachen Kachelmann nicht hin. Sie hat heute Beschwerde erhoben gegen die Nichtzulassung der Revision zur Verteidigung der EMMA-Veröffentlichung vom Dezember 2011 in der Ausgabe 1/2012. Ziel ist ein Revisionsverfahren beim Bundesgerichtshof.

Also hat Frau Schwarzer eine Nichtzulassungsbeschwerde erhoben. Da aber Frau Schwarzer ein so selbstloser Mensch ist, wie man jedem Menschen erst einmal unterstellen muss, der Steuern in Millionenhöhe am Fiskus vorbei gelenkt hat, kämpft sie natürlich nicht für sich allein! Nein, sie kämpft für die Freiheit der Menschheit, in diesem Fall um unsere Meinungsfreiheit!

Denn in diesem Fall geht es nicht, wie fälschlicherweise im Urteil unterstellt, um die Frage, ob Kachelmann zu recht oder zu unrecht freigesprochen wurde. Es geht in dem inkriminierten Text um Sprachkritik. Und um Meinungsfreiheit. Und das betrifft nicht nur EMMA.


Montag, 28. April 2014

Bis das der Tod Euch scheidet, die Geschichte eines Vaters

Stellen wir uns einmal vor Vater von einem Kind zu sein, einem Sohn von drei Jahren den wir abgöttisch lieben. Die Beziehung der Eltern ist beendet, zumindest für die Mutter. Sie bringt den Vater eines Morgens zum nahe gelegenen Bahnhof und verabschiedet sich mit einem Kuss, damit sie sicher ist, das er auch wirklich zur Arbeit fährt und nicht noch einmal zurück kommt, weil er etwas vergessen hat. Der Mann kommt abends frohen Mutes von der Arbeit nach Hause, etwas früher als erwartet und freut sich auf die Familie. Doch die Frau ist weg, natürlich zusammen mit dem Sohn. Der Vater sieht nur noch den Möbelwagen vor der Tür. Das Apartment leer, bis auf den Staub, der bei dieser Aktion aufgewühlt wurde.

Danach der übliche Weg einer solchen nicht Beziehung. Der Vater wird komplett aus dem Leben des Kindes ausgeschlossen, in diesem Fall durch eine Falschanzeige wegen pädophilie. Der Mann kämpft einige Jahre vor Gericht um den Sohn wieder zu sehen und um die Falschbeschuldigung als das hinzustellen was sie ist, ein perfider Racheakt der Mutter, darauf ausgelegt nicht nur den Mann, sondern auch den Vater für das Kind zu entsorgen. Um auch noch dem „point-rencontre“, einem beaufsichtigten Umgangskontakt, den ein Gericht einmal im Monat als Minimalumgang festgesetzt hat, zu umgehen, zieht die Mutter hunderte Kilometer weit weg, natürlich mit Kind.

Mittwoch, 23. April 2014

Warum ich ein so toller Hecht bin, während alle anderen doch so dumm sind…


Männerstreik verlangt es nach neuenDefinitionen für Maskulisten und er gibt sie uns, Yea!
Männerstreik braucht diese neuen Definitionen, weil er glaubt



…, dass sich auch der Begriff des Maskulisten weiter auffächerte. Hintergrund waren einige Leute, die sich bis dahin wohl als Maskulisten bezeichnet hatten, aber nun meinten, dass es doch besonders toll und innovativ sei, sich mit einer Handvoll Feministinnen zu unterhalten, die ihrerseits lediglich rotzfrech, provokativ und rechthaberisch daherkommen und ihr naives Gegenüber wahrscheinlich primär auslachen. Jeder Maskulist mit gesundem Menschenverstand würde sich diesen Quatsch sparen, aber manche der sich als “gemäßigte Maskulisten” bezeichnenden Leute finden daran offenbar Gefallen.



Und weil Männerstreik glaubt eine Spaltung verhindern zu können, ohne sich zu verbiegen, schreibt er:



Denn wenn wir erst einmal anfangen von Spaltung zu reden und uns von diesen “gemäßigten” Witzfiguren in deren Richtung verbiegen lassen, können wir auch gleich als Bettvorleger der Feministinnen und lila Pudel enden und den Kampf für echte Gleichberechtigung einstellen. Das ist aber nicht der Sinn der Sache, deshalb habe ich grob folgende Unterteilung vorgenommen:



Und so bietet er folgende Definitionen an:


1.  Radikale Masculisten
ganz böse, die noch an  die Überlegenheit der Herren (diesmal ohne Rasse) glauben.

2.  Zielgerichtete Masculisten
Dazu dürfte der Großteil der bisherigen Maskulisten gehören, die sich im demokratischen und humanistischen Rahmen für Männer- und Väterrechte einsetzen. Sie sind nicht nur die legitimen Gegenspieler der Feministinnen, sondern in der Regel auch daran interessiert, die durch dem Feminismus verursachte Spaltung zwischen Männern und Frauen in der öffentlichen und privaten Sphäre zu überwinden.
 
3.  Gemässigte Masculisten
     Also, anscheinend Menschen ohne gesunden Menschenverstand, halt naive Witzfiguren, oder wie Männerstreik schreibt:
darunter fallen jene, die sich gerne in sinnlose und einseitige Diskussionen mit vermeintlich ebenso gemäßigten Feministinnen begeben, ohne dass es für Männerrechte und echte Gleichberechtigung wirklich ein Gewinn wäre. Manche davon sollen gerüchteweise auch auf irgendwelche Pöstchen bei in Entstehung befindlichen Institutionen scharf sein.



Schön dass wir das dann mal geklärt haben. Vor allem das rumpöbeln für einige zum demokratisch und humanistischen Rahmen gehört. Die Frage ist nur, wie man, ohne mit Feministinnen zu reden, irgendetwas verändern möchte. Nur mal kurz zum mitschreiben, 50% der mit Posten ausgestatteten SPDler besteht aus Frauen, die alle mehr oder weniger in der AG Frauen vernetzt sind. Bei den Grünen sieht es ähnlich aus. Dann können wir noch mal einen Großteil der CDU Frauen dazurechnen etc. etc. etc.



Die Väterorganisationen in Frankreich, die alle „gemäßigt“ sind, haben das Wechselmodell, die gemeinsame Sorge und die gemeinsame finanzielle Unterhaltspflicht für beide Eltern in den Code Civil geschrieben. Unter anderem auch, weil sie mit gemäßigten Feministinnen geredet haben. Das nennt sich dann übrigens Politik machen.



Die SPD in Goslar hat Eberling auch deshalb fallen lassen, weil einige Maskulisten meinten die SPD Damen in Goslar allesamt mal als Bitterfotzen titulieren zu dürfen.



Und wenn es um Herrn Rosenbrock geht, dann diskutieren wir nur noch über die zwei angeblichen Morddrohungen, die er angeblich erhalten hat, nicht aber über die Art und Weise wie er ‚Forschung‘ betreibt.



Deshalb habe ich selber schon vor längerer Zeit eine Unterteilung vorgenommen, die ich hier zur Diskussion stellen möchte:

1.  Maskulisten, Männerrechtler, Väterrechtler und Antifeministen, die an Veränderungen interessiert sind. Egal ob sie mit Feministinnen reden wollen, oder z. B. wegen pers. Verletzungen dies ablehnen. Doch wenn sie etwas machen, dann machen sie es um Menschen von ihren Positionen zu überzeugen und nicht um rumzustänkern.

2.  Schreihälse im Internet, die alle mit anderen Ansichten beleidigen oder runter machen und sich selbst als so toll produzieren wollen.



Falls es noch nicht alle hier mitbekommen haben, Alice S. aus K. ist gerade auf dem absteigenden Ast. Die SPD verliert massenweise Wähler, und irgendwann werden auch feministisch motivierte Politikerinnen merken, das Feminismus und Quote was ganz tolles ist, Wähler aber zur Sicherung des Politikereinkommens noch dreimal wichtiger sind. Und last but not least, ein Großteil der Menschen da draußen geht der Feminismus am Arsch vorbei, noch schlimmer (zumindest für Feministinnen) sie finden langsam das Pendel ist zu weit ausgeschlagen in Richtung Feminismus.



Wenn wir jetzt hier anfangen auf alles und jeden einzuhauen, nur weil der doch mal mit ner Feministin redet, dann werden wir alle diese Änderungen nie zu unseren Gunsten nutzen. Ich bin hier weil ich Zukunft mitgestalten möchte, nicht weil ich noch ne Rechnung mit Feministinnen offen habe. Und ich weiß, auch wenn wir die besseren Argumente haben, auch wenn wir die hehreren Ziele haben und das Recht auf unserer Seite, der Weg ist immer noch lang und steinig.



Wer jetzt hier unterteilt in gute und schlechte, in Witzfiguren und mich, und wer den Diskurs mit Feministinnen verweigert, der wird diese Zukunft nicht mitgestalten, sondern weiter ein einfacher Schreihals im Internet bleiben der durch seine Pöbeleien alle anderen mit diskreditiert…

Donnerstag, 27. Februar 2014

Eine Tunesierin, ihr Vater und der Feminismus

Ich habe eine Arbeitskollegin, sie arbeitet zwar in einem anderen Team, doch alle kennen sie. Sie ist "Membre" der CGT, also einer der linken Gewerkschaft und vertritt diese, ähnlich einem Betriebsratsmitglied, bei uns in der Firma. Nebenbei ist sie noch Trotzkistin, Mitglied im "Betriebsrat" und eine nette Kollegin, der man auch mal seine Probleme erzählen kann. Wir reden und diskutieren oftmals, meist auf der Heimfahrt im Zug, über Gott, die Welt, Politik, Frankreich und  Deutschland.

So kam es, dass ich die Werbung der CGT, die bei uns aushängt, kritisierte. "Keine Sonntagsarbeit" stand in großen Lettern darauf. Bei uns gibt es zwar auch Kollegen, die am Sonntag arbeiten müssen, Bereitschaftsdienst, doch diese Werbung richtete sich an Geschäfte und die neuen Öffnungszeiten am Sonntag. Es war nicht mal dieser Spruch, der mich zu einer Bemerkung veranlasste. Warum oder auch nicht, am Sonntag arbeiten?

In der Begründung hieß ein Argument, "damit Arbeitnehmer Zeit für die Familie haben". Dieser Satz störte mich, weil ich viele Väter kenne, die zwar Freizeit haben, aber die keine Zeit für die Familie haben dürfen, weil der Staat das nicht möchte.  Ich wollte zumindest versuchen das Väterthema bei ihr einmal zur Sprache zu bringen.

Sonntag, 23. Februar 2014

Das gemeinsame Sorgerecht für Hinrich Rosenbrock!

"Beim Sorgerecht verschweigen sie [Anm: die bösen Männerrechtler], dass bei 80 Prozent der Scheidungen ein gemeinsames Sorgerecht vereinbart wird. Sie zählen nur die seltenen Fälle, in denen die Väter die Alleinsorge haben und behaupten, dass in allen anderen Fällen die Frau das Sagen habe."

So tönte der führende Geschlechterforscher Hinrich Rosenbrock in der taz, bei der Vorstellung seiner "Studie" - "Die antifeministische Männerrechtsbewegung - Denkweisen, Blablabla".
 

Der ranunculus-bum, der kleine Knallfrosch, ist das Wappentier
einer neuen Auszeichnung von "Der Frontberichterstatter"

Es ist interessant wie der führende Geschlechterforscher Hinrich Rosenbrock hier Begriffe durcheinander wirft, die er anscheinend nur vom Hörensagen kennt. Wenn er bei einer Scheidung davon ausgeht, das in 80% der Fälle die gemeinsame Sorge vereinbart wird, so würde ich ihm die §§1626 ff BGB empfehlen. Diese regeln die elterliche Sorge.

Dienstag, 28. Januar 2014

Neutral ist, wer das denkt, was auch ich denke

„Zwei eurokritische Wissenschaftler beraten Sigmar Gabriel. Der kann die „neunmalklugen Professoren“ der AfD nicht ausstehen. Aber er zögert mit einer Entlassung. Denn dies würde einen Aufschrei in der Wissenschaft auslösen.“

Sowohl SPD wie Grüne Mitglieder wollen beide ausschließen. Jeder Mensch hat ja das Recht seine Meinung frei zu Äußern, ist er in öffentlichen Positionen, kann er da zwar rausgekickt werden, sonst ist aber jegliche Meinung frei.

Interessant ist hingegen die Begründung von Kerstin Andreae von den Grünen warum diese beiden Wissenschaftler ausgeschlossen werden sollen:
„„AfD-Mitglied Vaubel kann mit seinem politischen Anti-Euro-Kurs seine Neutralitätspflicht nicht mehr gewährleisten.““

Montag, 27. Januar 2014

Ursula, ich hatte Unrecht!

Ich habe hier behauptet, dass die Werbeoffensive für mehr Kitas der Bundeswehr dem Gefühl der Gerechtigkeit in der Truppe schadet und die drohende Ungleichbehandlung der Geschlechter Auswirkungen auf die Moral haben wird. Ich habe mich geirrt, denn dies ist bereits geschehen, wie die Studie "Truppenbild ohne Dame" beweist.


Stellen wir uns einfach einmal vor in einem Berufsfeld gibt es eine Anforderungsbeschreibung in der enthalten ist, die Bewerberin muss in der Lage sein einen umfangreichen Text so zu erklären, dass ein Gegenüber ihn zu 100% versteht. Männliche Bewerber brauchen, wegen ihrer Kommunikationsschwäche, nur ein 70%tiges Textverständnis beim Gesprächspartner erreichen. Sie finden dass dumm? Ja, das ist es. Doch bei der Bundeswehr scheint es, zumindest bezogen auf körperliche Fitness, so zu sein.

Was wir alle noch aus der Schule kennen und was auch beim deutschen Sportabzeichen bis heute so gehandhabt wird, Frauen müssen für gleiche Ergebnisse weniger Leistung erbringen. Das macht wegen der geringeren Muskelkraft, die sie aufbauen können, im Sport sicherlich auch Sinn. Um die "Fitness" der Soldaten zu ermitteln sicherlich auch. Aber wo ist der Sinn anderer Anforderungsunterschiede der Bundeswehr? Oder bei der Polizei, Feuerwehr etc.? Und handelt es sich dann noch um gleiche Leistung?

Bei der BW, so habe ich zumindest verstanden, müssen Männer 30 km mit Gepäck laufen, Frauen nur 22 km. Was hat das für einen Sinn? Ich meine rein logisch gesehen macht es keinen. Habe ich eine Frau in einer Einheit, kann die Einheit nur 22 km marschieren, selbst wenn alle Männer 30 schaffen. Warum müssen Männer also weiter marschieren können?

Dienstag, 14. Januar 2014

Frontkindergarten oder Hurra, wir erzeugen ein Gender Pay Gap

Frau von der Leyen, adelig und Kind eines ehemaligen Spitzenpolitikers mit besten Beziehungen in Politik und Wirtschaft, stellt sich selbst gerne als unterdrückte Frau und Übermutter dar. Politische Selbstdarstellung vom feinsten. In diese Reihe passt auch Schwesig, Nahlens und Gabriel, der mit seiner Ankündigung einmal in der Woche seine Tochter von der Kita abzuholen um Zeit mit ihr zu verbringen, bei den SPD Frauen wirbt. Mir persönlich ist egal wo Gabriel sich in seiner 70 Stunden Woche Zeit ab-zwackt um mit seiner Tochter hottehü zu spielen, aber wenn es die SPD Frauen glücklich macht, kommt so was ja immer gut!
Auch von der Leyen hat diese 70h Woche, ca. ein drittel davon ist sie allein damit beschäftigt Tretminen zu umgehen und Menschen in Schach zu halten die an ihrem Stuhl sägen und das Image der Supermutti zu spielen oder an anderen Stühlen zu sägen. Hierzu auch der Tagesspiegel,  der nur von 30% effektiver Arbeitszeit ausgeht. Was für Topmanager gilt, muss für Politiker eigentlich auch gelten. Da bleibt dann für die Supermamutti nicht mehr viel außer der Imagepflege ihrer Mutterrolle in der Presse.

Das von der Leyen nur ein Thema hat, Familie und Gender, ist egal. Im Familienministerium führte sie Gendermainstreaming ein, die Akademiker Wurfprämie und fiel als Zensursula durch eine verfassungswidrige und sinnlose Maßnahme gegen Kinderpornographie auf. Im Arbeitsministerium war das große Thema die Mutterrente.

Jetzt, als letzter Karriereschritt vor dem angestrebten Kanzlerinnenamt kommt die Bundeswehr dran. Adelige Frau aus der Oberschicht befehligt Soldaten aus der Unterschicht im Kriegseinsatz. Militär und Krieg war immer schon eine Domäne des Adels, nur dass diesmal eine Frau die Befehle gibt die Menschen über die Klinge springen lässt. Alles andere wie gehabt!

Und welche Maßnahmen ergreift sie als erstes? Kindergärten in Kasernen und Teilzeitarbeit für Soldaten, damit Familie und Beruf vereinbar ist! Die Presse jubelt, die Blogs in meiner Blogroll machen sich lustig oder lehnen das Konzept ab.